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Auf maxwireless.de berichten wir über aktuelle Smartphones, Datengeräte und Netztechnik sowie Tarife. Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf den Themen Surfstick, Router und mobilen WLAN-Hotspots, immer öfter auch in Verbindung mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE. Aktuell arbeiten zwei Autoren für maxwireless.de.

Letzte Beiträge

Ab sofort sind bei der Deutschen Telekom die neuen Festnetz-Tarife mit dem Namen “MagentaZuhause” buchbar. Bereits im September 2014 anlässlich der IFA in Berlin wurden die neuen Mobilfunk-Tarife unter dem Namen MagentaMobil vorgestellt, nun sind auch die Festnetz-Tarife aktualisiert. Großartige Neuerungen im Vergleich zu den Call & Surf Tarifen gibt es nicht, allerdings ist das Tarif-Portfolio mit nur 3 Tarifen nun deutlich schlanker und dank S-M-L-Logik einfach verständlich. Entertain ist zukünftig nicht mehr als eigener Tarif erhältlich sondern wird als Option auf einen MagentaZuhause Tarif aufgebucht.Drei Kern-Tarife für DSL und VDSL Wer einen VDSL Anschluss mit bis zu 50 MBit/s im Downlink benötigt, bekommt diesen nun schon ab 34,95€ im Monat mit dem Tarif “MagentaZuhause M”. Der Speedport W724V Router ist im Preis ebenfalls schon enthalten, online gibt es zusätzlich noch 10% Rabatt auf den Grundpreis in den ersten 12 Monaten. Die Vertragslaufzeit beträgt in den drei MagentaZuhause Tarifen jeweils 24 Monate, danach wird es dann auch deutlich teurer: die Tarife kosten dann 5€ mehr und der Router kostet ebenfalls einen Aufpreis von 4,95€ pro Monat. Die Grundgebühr im Einsteiger-Tarif MagentaZuhause S steigt sogar schon nach 12 Monaten auf 34,95€ an. Hier sollte man im Idealfall rechtzeitig kündigen, um auch längerfristig die besseren Konditionen zu behalten. Tarif MagentaZuhause S MagentaZuhause M MagentaZuhause L Grundpreis erste 24 Monate 29,95 € 34,95 € 39,95 € Grundpreis ab 25. Monat* 34,95€* 39,95 € 44,95 € Geschwindigkeit Downlink 16 MBit/s 50 MBit/s 100 MBit/s Geschwindigkeit Uplink 2,4 MBit/s 10 MBit/s 40 MBit/s Volumenbeschränkung Keine Volumenbeschränkung, echte Flatrate Telefonie Flatrate für Telefonate in das deutsche Festnetz Telefonie-Merkmale 2 Leitungen, 3 Rufnummern Hardware (Router / Modem) Speedport W724V in den ersten 24 Monaten kostenlos, danach 4,95€ / Monat Weitere Infos & Buchung Telekom Webseite mit Details *MagentaZuhause S: Erhöhung des Grundpreises auf 34,95€ schon nach dem 12. Monat! Wie in der Tabelle ersichtlich ist, ist in allen drei Tarifen eine Telefon-Flatrate in das deutsche Festnetz enthalten. Maximal können zwei Telefonate gleichzeitig geführt werden, drei Rufnummern sind kostenlos in jedem Tarif dabei. VDSL-Vectoring mit 100 MBit/s ab 39,95€ Für die schnellste, über das Kupferkabel mögliche Geschwindigkeit sollte man den MagentaZuhause L Tarif wählen. Sofern VDSL Vectoring verfügbar ist, kann man mit diesem Tarif dann mit bis zu 100 MBit/s im Downlink und 40 MBit/s im Uplink surfen – eine deutliche Steigerung zum bisher schnellsten angebotenen VDSL mit 50 MBit/s. Wer in einem mit Glasfaser ausgebauten Gebiet lebt, kann mit dem Tarif MagentaZuhause XL sogar mit bis zu 200 MBit/s im Downstream und 100 MBit/s im Upstream surfen, weitere Details zu dem Tarif liegen aber aktuell noch nicht vor. Entertain kostet extra Wer gerne die Entertain Plattform für Fernsehen und Video-Abruf nutzen möchte, der muss je nach gewünschter HD-Sender-Vielfalt 9,95€ bzw. 14,95€ zum monatlichen Grundpreis des MagentaZuhause Tarifs zuzahlen. Im Aufpreis ist der benötigte MediaReceiver allerdings schon enthalten, sodass man hier keine weitere Hardware kaufen braucht. Im kleineren Paket sind laut Telekom etwa 100 TV-Sender enthalten, über 20 davon in HD-Qualität. Im teureren Paket sind über 45 HD-Sender enthalten, darunter diverse private TV-Sender.  


Apple hat am 16. Oktober 2014 neue Geräte vorgestellt, darunter auch den Nachfolger des iPad Air, das iPad Air 2. Neben den üblichen Neuerungen (schneller, dünner, bessere Kamera) hat Apple auch eine neue Funktion gezeigt, die es so bisher noch nicht gegeben hat: die Apple SIM. Jedes Apple iPad Air 2 mit Mobilfunk-Modul wird in den USA und in Großbritannien mit eben dieser Apple SIM ausgeliefert. Der Nutzer kann dann über das Einstellungs-Menü direkt am Gerät seinen Mobilfunk-Provider auswählen. Das ist ein großer Schritt in Richtung elektronische SIM-Karte (e-SIM). Start in den USA und in UK Den Anfang macht Apple laut Webseite in den USA und in Großbritannien, wobei in beiden Ländern nur eine sehr begrenzte Anzahl an Netzbetreibern zur Verfügung stehen wird. Laut Apple ist in UK zu Start nur der Anbieter EE wählbar, in den USA hat man die Wahl zwischen AT&T, Sprint und T-Mobile. Weitere Länder und Anbieter werden sicherlich in der nächsten Zeit hinzu kommen, immerhin ist das Thema e-SIM keinesfalls neu und die meisten Provider dürften sich schon eine ganze Zeit mit entsprechenden Lösungen beschäftigen. Provider über Menü wählbar Das iPad Air 2 kommt in den USA und in UK zwar mit eingelegter Apple SIM, das heißt aber natürlich nicht, dass es einen SIM-Lock hat. Andere Karten sind selbstverständlich auch weiterhin nutzbar. Ist aber noch kein entsprechender Tarif vorhanden, so ist die Lösung deutlich komfortabler als das, was man heute kennt: nach dem ersten Start des iPad kann man über das Einstellungs-Menü den gewünschten Provider und den Tarif auswählen. Laut Apple sind alle Tarife ohne Laufzeit, der Nutzer kann somit scheinbar sogar recht flexibel den Anbieter wechseln. Vorbote der e-SIM? Die Apple SIM ist bisher einzigartig auf dem Markt und bietet einen ersten Ausblick auf das, was in den nächsten Jahren kommen wird. Künftig könnten Smartphones, Tablets und andere Geräte völlig ohne physische SIM-Karte auskommen und der Netzbetreiber könnte direkt am Endgerät ausgewählt werden. Die e-SIM ist zwar schon lange im Gespräch, nun scheint sie aber wirklich vor der Tür zu stehen.


Huawei hat mit dem Ascend Y550 ein neues Einsteiger-Smartphone in Deutschland auf den Markt gebracht. Die Besonderheit: trotz seines geringen Preises von derzeit etwa 150 Euro bietet es ein schnelles LTE-Modem für Geschwindigkeiten von bis zu 150 MBit/s über das Mobilfunknetz. Als Betriebssystem kommt Android zum Einsatz, der Nutzer kann also auf jede Menge Apps zugreifen und hat damit viele Erweiterungsmöglichkeiten. Das Huawei Ascend Y550 eignet sich für alle, die ein kompaktes und günstiges Smartphone suchen, aber dennoch nicht auf LTE verzichten wollen. Design und technische Daten Mit Abmessungen von 133 x 68 x 9,5 Millimetern und einem Gewicht von stolzen 153 Gramm samt eingelegtem Akku ist das Huawei Y550 zwar noch einigermaßen handlich, doch bei teureren Smartphones bekommt man ein 4,5 Zoll Display schon mit deutlich geringeren Maßen und geringerem Gewicht. Das Y550 ist komplett aus Plastik gefertigt und wahlweise in schwarz oder weiß erhältlich. Angetrieben wird das Huawei Ascend Y550 von einem Qualcomm Snapdragon Quad-Core Prozessor, der Arbeitsspeicher ist mit 1 Gigabyte ausreichend groß dimensioniert. Wenn man viele Fotos macht oder seine Musik-Sammlung auf dem Gerät speichern möchte, sollte man den 4 GB großen, internen Speicher mit einer MicroSD-Speicherkarte erweitern. Die maximale Größe der Speicherkarte darf laut Huawei allerdings 32 GB nicht überschreiten. Das IPS-Display ist 4,5 Zoll groß und löst mit 854 x 480 Pixeln auf. Das ist für die heutige Zeit nicht mehr besonders gut, allerdings handelt es sich beim Y550 ja auch um ein Einsteiger-Gerät. Das Highlight ist sicherlich das integrierte Modem, welches neben GSM und UMTS auch LTE unterstützt. Im Downlink sind so bis zu 150 MBit/s möglich, im Uplink bis zu 50 MBit/s. Natürlich werden auch WLAN-Verbindungen unterstützt, allerdings nur im 2,4 GHz Frequenzband. Der Akku des Huawei Y550 ist 2.000 mAh stark und kann vom Nutzer gewechselt werden, da die Rückseite abnehmbar ist. Im Akku-Fach findet man zudem den Schacht für die SIM-Karte, diese muss im Micro-SIM-Format vorliegen, damit sie in das Gerät passt. Die rückseitige Kamera des Huawei Y550 löst mit 5 Megapixeln aus und verfügt außerdem über einen Autofokus. Ab sofort erhältlich Das Huawei Y550 Einsteiger-Smartphone ist ab sofort im Handel erhältlich. Einige Händler können es bereits zu Preisen von rund 150 Euro ohne Vertrag und ohne SIM-Lock liefern, andere Händler wie Amazon und Media Markt bieten es sogar schon für rund 130 Euro an, allerdings ist es hier erst in Kürze lieferbar.


Mit der AVM FRITZ!Box 7412 hat der Anbieter 1&1 einen neuen, günstigen Router mit VDSL Modem im Angebot. Die FRITZ!Box 7412 wird von 1&1 als “1&1 WLAN-Modem VDSL” bezeichnet und fungiert in Zukunft als Nachfolger der AVM FRITZ!Box 7312 (“1&1 WLAN-Modem”). Die Vermarktung erfolgt in den 1&1 VDSL-Tarifen ohne Vertragslaufzeit. Die AVM FRITZ!Box 7412 ist technisch gesehen ganz klar im Einsteiger-Segment angesiedelt, bietet aber dennoch einige interessante Funktionen wie etwa eine DECT-Schnittstelle für Telefonie oder ein Vectoring fähiges VDSL Modem für Internet-Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s. Wie alle Router von 1&1 ist auch die FRITZ!Box 7412 in der Farbe schwarz gehalten und ist dank Logo auf der Front direkt als 1&1 Router erkennbar. Ausstattung: solides Basis-Modell Die AVM FRITZ!Box 7412 hat im Vergleich zu den meisten anderen FRITZ!Box Modellen deutlich weniger Schnittstellen und Anschlüsse, bietet aber dennoch eine solide Grundausstattung. So ist auf der Rückseite ein Anschluss für ein analoges Telefon verbaut, sodass man ein bereits vorhandenes Telefon oder Faxgerät nutzen kann. Bis zu weitere 6 Telefone lassen sich drahtlos über die DECT-Schnittstelle mit dem Router verbinden. Eine dedizierte Taste auf der Rückseite der FRITZ!Box 7412 erlaubt das schnelle ein- und ausschalten der DECT-Funktion. Auch ein LAN-Anschluss wurde eingebaut, leider arbeitet dieser aber nur mit maximal 100 MBit/s. Das reicht natürlich vollkommen aus, um die maximale VDSL-Geschwindigkeit von 100 MBit/s auch am Endgerät zur Verfügung zu stellen, ein Gigabit LAN-Anschluss wäre hier aber trotz Positionierung als Einsteiger-Gerät angemessen gewesen. Das WLAN-Modul ist deutlich schneller als die LAN-Schnittstelle, brutto sind Datenraten von maximal 300 MBit/s über WLAN 802.11n möglich. In der Realität sollte man aber von deutlich niedrigeren (netto) Datenraten ausgehen. WLAN-Verbindungen im Bereich um 5 GHz kann die FRITZ!Box 7412 leider nicht. Vorbildlich: auch für die sichere Verbindung via WPS gibt es eine separate Taste auf der Rückseite. Bewährte Software Die Bedienung erfolgt über ein Webinterface und ist schon immer einer der größten Vorteile der AVM Router gewesen. Umso erfreulicher ist es, dass der Anbieter 1&1 auch bei seinen günstigsten Router-Modellen auf AVM Hardware zurück greift und nicht die billigen Alternativen asiatischer Anbieter vermarktet. Auch die FRITZ!Box 7412 alias 1&1 WLAN-Modem VDSL lässt sich einfach über das Webinterface bedienen und überzeugt mit vielen Funktionen wie etwa einem integrierten Anrufbeantworter inkl. E-Mail Weiterleitung und integriertem Fax-Empfang. Ab sofort erhältlich Die AVM FRITZ!Box 7412 wird ab sofort mit den 1&1 VDSL-Tarifen ohne Vertragslaufzeit angeboten, die einmalige Zuzahlung bei Vertragsabschluss beträgt 49,99 Euro. Der monatliche Grundpreis für die Doppel-Flat mit 50 MBit/s im Downlink und 10 MBit/s im Uplink beträgt 29,99 Euro (in den ersten 24 Monaten, danach 39,99 Euro). Wählt man den schnelleren VDSL-Tarif mit 100 MBit/s im Downlink und 20 MBit/s im Uplink, so sind monatlich 34,99€ fällig (in den ersten 24 Monaten, danach 44,95€). Eine Telefon-Flatrate in das Deutsche Festnetz ist in beiden Tarifen inklusive. Weiterführende Links: AVM Support-Webseite zur FRITZ!Box 7412


Mit dem iPhone 6 und dem iPhone 6 Plus hat Apple im September eine neue iPhone Generation vorgestellt. Die beiden neuen iPhones haben mit 4,7 Zoll respektive 5,5 Zoll deutlich größere Displays als die bisherigen iPhones und kommen mit einem völlig neuen Design daher. Ich konnte das iPhone 6 nun einige Wochen nutzen und möchte in diesem Testbericht von meinen Erfahrungen mit dem Apple iPhone 6 berichten.  Erster Eindruck, Verarbeitung und Materialien Das Apple iPhone 6 wird in einem schlichten, weißen Pappkarton geliefert – ziemlich sicher die hässlichste aller bisherigen iPhone-Verpackungen. Dafür ist der Inhalt umso schöner: das iPhone 6 thront unübersehbar und gut geschützt auf dem darunter liegenden Zubehör. So kennt man es von Apple und hier hat sich im Vergleich zu den letzten Jahren auch nichts geändert. Das Zubehör ist ebenfalls unverändert knapp gehalten: neben dem iPhone gibt es lediglich noch ein modulares Netzteil bestehend aus USB-Ladegerät und Lightning-USB-Kabel sowie das Apple EarPods Headset mit integrierter Kabel-Fernbedienung. Das Apple iPhone 6 ist groß. Sehr groß sogar, wenn man bisher ein älteres iPhone hatte. Einige werden das auf Anhieb gut finden, die meisten werden sich aber zumindest am Anfang schwer tun. Ich persönlich nutze zwar auch schon seit längerer Zeit ein Samsung Galaxy S4 (5 Zoll Display) als Alltags-Gerät, empfand die kompakten Abmessungen der Apple iPhones aber immer als großen Vorteil. Nun, diesen Vorteil gibt es jetzt nicht mehr und auch Apple Nutzer müssen sich mit den Nachteilen eines großen Displays rum schlagen: eine bequeme Einhand-Bedienung ist nicht möglich und die Bedienung bestimmter Bereiche des Displays ist nur durch “Umgreifen” oder die Zuhilfenahme einer zweiten Hand möglich. Aber es gibt natürlich auch jede Menge Vorteile bei großen Displays: jegliche Multimedia-Inhalte sehen einfach besser aus und Web-Browsing ist angenehmer als bisher. Die Verarbeitung des Apple iPhone 6 ist hervorragend. Die Rückseite besteht größtenteils aus Metall, die Front aus einem zu den Seiten hin abgerundeten Glas. Generell gibt es so gut wie keine scharfen Kanten und Ecken, das Gerät sieht von vorne einfach schick aus. Die Rückseite finde ich persönlich eher weniger gelungen: hier stören die Plastik-Streifen, welche für die Antennen notwendig sind und die Kamera, welche leicht aus dem Gehäuse heraus steht. Das liegt wohl daran, dass das Kamera-Modul dicker ist als man es sich wünschen würde. Aber warum Apple das Gerät dann nicht einfach ein kleines bisschen dicker (und dafür mit stärkerem Akku) gebaut hat, werde ich wohl nie verstehen. Display & Kamera Das 4,7 Zoll große Display auf der Front ist eines der besten Smartphone-Displays auf dem Markt. Das liegt aber keinesfalls an der Auflösung, diese ist mit 1334×750 Pixeln nämlich geradezu lächerlich niedrig, zumindest im Vergleich mit den meisten anderen aktuellen Smartphones. So hat zum Beispiel das im Februar 2013vorgestellte (und damit fast 2 Jahre alte!) HTC One M7 auf der gleichen Display-Diagonale schon eine Full-HD Auflösung (1920×1080 Pixel). Am ehesten ist das Display des iPhone 6 mit dem des HTC One X bzw. HTC One XL aus dem Jahr 2012 vergleichbar, das liegt vor Allem an der Krümmung des Glases zu den Seiten hin. Damit wirkt das Display deutlich lebendiger und “näher” am Finger. Auch die Farben und die Helligkeit der Anzeige sind hervorragend. Insgesamt ist das Display eines der Highlights des iPhone 6, hier gibt es keinerlei Grund zur Beschwerde. Ein weiteres Highlight ist die Kamera. Diese macht wunderbare Fotos und der Autofokus ist unglaublich schnell, fast jedes Foto sieht gut aus. Insbesondere bei Dunkelheit sieht man die Überlegenheit im Vergleich zu anderen Smartphones. Auch Videos sind mit dem iPhone 6 ein Traum, die Kamera stabilisiert das Bild erstaunlich gut, fokussiert extrem genau und die Sound-Aufnahme ist von sehr guter Qualität. Einzig bei der Auflösung ist die Kamera eher durchschnittlich: Fotos sind maximal 8 Megapixel groß, Videos können maximal mit Full-HD 1080p aufgenommen werden. Was ich persönlich zudem wirklich ärgerlich finde: Fotos im 16:9 Format sind nicht möglich, hier muss eine separate App wie etwa Camera+ verwendet werden. Betriebssystem: iOS 8 Als Betriebssystem kommt beim iPhone 6 und beim iPhone 6 Plus iOS 8 zum Einsatz. Das System unterscheidet sich kaum von iOS 7 und bringt nur wenige Neuerungen für den Nutzer mit. Dazu gehören zum Beispiel eine Health-App für Gesundheits-Anwendungen oder ein paar Verbesserungen im Notification-Center. Die (meiner Meinung nach) interessanteste Neuerung ist Apple Pay, ein Dienst zum mobilen Bezahlen mit dem iPhone 6 bzw. 6 Plus über die im Gerät integrierte NFC-Antenne. Leider ist der Dienst bisher nur in den USA verfügbar, ein Marktstart in Deutschland liegt wohl noch etwas weiter in der Zukunft. Apple hat es zudem versäumt, Drittanbietern den Zugriff auf das NFC-Modul zu ermöglichen, sodass auch andere Anwendungen wie etwa die Bezahldienste MyWallet von der Deutschen Telekom oder Vodafone Wallet vorerst nicht auf dem neuen iPhone funktionieren werden. Der Prozessor im iPhone 6 ist ein Dual-Core Modell mit 1,4 GHz Taktleistung je Kern, dazu kommt 1 Gigabyte Arbeitsspeicher. Insgesamt läuft das iPhone 6 mit iOS 8 sehr flüssig und schnell, so wie man es auch von den früheren iPhone Generationen gewohnt ist. Aber nur wegen iOS 8 braucht man das neue iPhone also nicht zu kaufen, meiner Meinung nach hat Apple mit iOS 8 eher enttäuscht. Immer noch fehlen einige wichtige Funktionen, welche bei Android längst Standard sind. Empfang, Datenraten und Sprachqualität Trotz Fokus auf Multimedia, Kamera und Display ist das iPhone immer noch ein Telefon, daher habe ich natürlich besonderen Wert auf den Test von Empfang, Datenraten und Sprachqualität gelegt. Fangen wir mit den technischen Daten an: im iPhone 6 arbeitet ein LTE-Modem, welches LTE der Kategorie 4 unterstützt (max. 150 MBit/s im Downlink und 50 MBit/s im Uplink). Das ist für ein Gerät, welches selbst in der kleinsten Speichervariante 700 Euro kostet, nicht zeitgemäß: Konkurrent Samsung zeigt mit dem Galaxy Alpha und dem Galaxy Note 4, dass es besser geht. Die Samsung’s unterstützen LTE Kategorie 6 mit 300 MBit/s im Downlink (LTE-Advanced). Dafür kann Apple bei der Anzahl der unterstützten Frequenzbänder überzeugen, je nach Version hat das iPhone 6 16 bzw. 20 LTE-Bänder. Für Weltenbummler gibt es derzeit kein besseres Smartphone auf dem Markt. Der Empfang war in meinem Test auf 2G, 3G und 4G durchschnittlich, besonders überzeugen konnte das Gerät nicht. Das bestätigen auch andere Tester in ihren Berichten. Im LTE-Netz der Telekom konnten bis zu 140 MBit/s im Downlink und 44 MBit/s im Uplink gemessen werden – ein sehr guter Wert. Die Ping-Zeiten lagen zwischen 20 und 30 Millisekunden. Der WLAN-Empfang auf 2,4 GHz ließ dagegen zu wünschen übrig: im Vergleich zum Samsung S4 oder dem iPad Air war das iPhone 6 schlechter und verlor deutlich früher das Signal. Die Sprachqualität des Apple iPhone 6 ist sehr gut. Das Gerät hat mehrere Mikrofone zur Geräuschunterdrückung und kommt außerdem mit HD-Voice. Der vordere Lautsprecher ist ausreichend laut und auch die Freisprech-Funktion kann mit guter Lautstärke und ordentlicher Qualität überzeugen. Insgesamt ist der Lautsprecher etwas lauter als noch beim iPhone 5/5s, die Qualität wurde in meinen Augen aber nicht verbessert. Akku Einer der größten Kritikpunkte an den letzten beiden iPhone Generationen war stets der Akku. Mit etwas Glück hat dieser einen ganzen Arbeitstag durchgehalten, bei sehr vielen Nutzern war allerdings schon am Mittag oder Nachmittag Schluss und das Gerät musste wieder an die Steckdose. Das iPhone 6 lässt zumindest laut Datenblatt keine großartige Verbesserung erkennen, doch ich war insgesamt positiv überrascht: der Akku hält deutlich länger als der eines iPhone 5, die meisten Nutzer werden wohl einen ganzen Tag ohne Nachladen auskommen. Das iPhone 6 holt also sehr gute Laufzeiten aus seinem kleinen Akku heraus, ein Akku-Wunder ist das Gerät deswegen aber noch lange nicht. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte lieber ein Ladekabel oder einen Zusatzakku mitnehmen. Fazit Das Apple iPhone 6 ist ein gutes Smartphone. Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr. Es hat ein tolles Display, eine sehr gute Kamera und eine gute Verarbeitung. Auf der anderen Seite gibt es auch einige Punkte, die meiner Meinung nach nicht so gelungen sind: das Design mit der herausstehenden Kamera ist gewöhnungsbedürftig, der Mobilfunk- und WLAN-Empfang nur mittelmäßig und technologisch entspricht das Gerät eher einem Mittelklasse-Smartphone als einem High-End Gerät. Zudem hätte iOS 8 gerne noch mehr Freiheiten für den Nutzer mitbringen können. Sollte man das iPhone 6 kaufen? Nun, falsch machen kann man mit dem Gerät nichts. Wenn man sowieso iPhones mag, wird auch das 6er ein guter Kauf sein. Doch der große Wurf ist es meiner Meinung nach nicht und es ist für mich persönlich auch keine 800 Euro wert, so viel muss man nämlich ohne Vertrag für die 64GB Variante auf den Tisch legen. Die 16GB Variante würde ich keinem empfehlen, denn hier dürfte man schnell an die Grenzen kommen, insbesondere was künftige Updates angeht.


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