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Auf maxwireless.de berichten wir über aktuelle Smartphones, Datengeräte und Netztechnik sowie Tarife. Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf den Themen Surfstick, Router und mobilen WLAN-Hotspots, immer öfter auch in Verbindung mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE. Aktuell arbeiten zwei Autoren für maxwireless.de.

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Früher gab es mehr DSL Router – zumindest im Sortiment der Deutschen Telekom. Denn derzeit gibt es eigentlich nur den Speedport W724V und den Speedport Entry, wenn man gerne einen DSL Router der Telekom verwenden will. Während der Speedport Entry maximal für die ganz anspruchslosen Nutzer mit einem günstigen Basis-Tarif geeignet ist, kann der Speedport W724V durchaus mit einer großen Funktionsvielfalt und aktueller Technik punkten. Klar, es gibt auch noch den Speedport Hybrid, doch der ist ja kein klassischer DSL Router. Ab Juni 2015 wird der Speedport Neo in den Verkauf gehen. Dieser verfolgt einen etwas anderen Ansatz als andere Router-Modelle: es geht um Einfachheit. An jeder Ecke wurde das Gerät darauf optimiert, eine möglichst einfache und problemlose Funktion zu ermöglichen. Was “Einfachheit” im Detail bedeutet und für wen der Telekom Speedport Neo ein gutes Modell ist, das erfahrt ihr in diesem Testbericht. Konzept & technische Daten Der Telekom Speedport Neo hat ein integriertes Netzteil samt Netzstecker und wird direkt in die Steckdose gesteckt. Die Vorteile dieser Lösung: das externe Netzteil mitsamt Kabel fällt weg und gleichzeitig kann der Speedport Neo die Internetverbindung via Powerline auch über die Stromkabel freigeben. Die Steckdose muss nicht zwingend genau neben der Telefonbuchse sein, das DSL-Kabel ist 2,5m lang und lässt sich unauffällig hinter dem Gerät aufrollen. Was sofort auffällt: der Telekom Speedport Neo hat keine von außen sichtbaren Anschlüsse. Die Front ist in mattem, weißem Plastik gehalten, lediglich 3 LEDs signalisieren den Betriebszustand. Die Rückseite ist ebenfalls weiß und von Lüftungsschlitzen durchzogen. Seitlich findet man einen kleinen Reset-Knopf, oben am Gerät ist der “Geräte-Pass” mit den Anmeldedaten angebracht. Der einzige physische Anschluss ist ein RJ-45 Gigabit LAN-Anschluss. Dieser befindet sich unter einer Abdeckung auf der Rückseite. Was demzufolge im Vergleich zu den meisten anderen Router-Modellen fehlt: Anschlüsse für analoge Telefone und ein USB-Anschluss. Das Konzept des Telekom Speedport Neo wird recht schnell klar: möglichst wenig physische Schnittstellen sollen eine einfache Einrichtung ermöglichen, die Anbindung der Geräte erfolgt drahtlos per WLAN, DECT oder Powerline. Ganz nach dem Motto: wo keine Stecker falsch gesteckt werden können, da kann auch nichts schief gehen. Gut für den Kunden und gut für die Telekom, denn der Support-Aufwand dürfte damit deutlich gesenkt werden. Trotz eingespaarter Schnittstellen ist der Speedport Neo auf dem aktuellen Stand der Technik: Gigabit LAN, WLAN 802.11 ac und ein Modem für VDSL-Vectoring mit bis zu 100 MBit/s sind absolut up to date und dürften noch viele Jahre ausreichen. Einfache und schnelle Einrichtung Die Einrichtung ist denkbar einfach. Der Telekom Speedport Neo könnte der erste richtige “Plug & Play” Router sein, wäre da nicht die Eingabe der Zugangsdaten, welche die Einrichtung noch etwas verzögert. Zuerst steckt man den Speedport Neo in eine Steckdose, dann verbindet man das DSL-Kabel mit der Telefonbuchse. Die LEDs auf der Front des Routers fangen an zu blinken – Zeit, das mitgelieferte Telekom Speedphone 10 samt Ladeschale in Reichweite des Speedport Neo aufzustellen. Nun sollte man sich mit einem Endgerät seiner Wahl mit dem Router verbinden und die Zugangsdaten bereithalten. Vorbildlich: auf meinem Macbook Air wurde direkt nach dem Verbindungsaufbau ein Pop-Up Bildschirm angezeigt, der zur Eingabe der Zugangsdaten aufforderte. Danach hat der Speedport Neo noch etwa 2 Minuten gebraucht, bis der Anschluss samt Telefonie einsatzbereit war. Ein kleiner Lautsprecher im Router gab das Ende der Einrichtung per “Telekom Jingle” bekannt! Insgesamt hat die Einrichtung des Telekom Speedport Neo etwa 4 Minuten gedauert, Verpackung öffnen und Gerät anschließen mit eingerechnet. Das kann sich sehen lassen. Telefonie über DECT Der Telekom Speedport Neo wird zusammen mit einem Telekom Speedphone 10 geliefert. Dieses Telefon liegt gut in der Hand, hat große, beleuchtete Tasten und ein gut ablesbares Farb-Display. Die Sprachqualität war im Test gut bis sehr gut, je nach Endgerät des Gesprächspartners wird auch HD-Voice unterstützt. Die DECT-Basisstation im Speedport Neo unterstützt bis zu 5 Telefone gleichzeitig, man kann also bei Bedarf weitere Telekom Speedphone Geräte oder auch Telefone von anderen Herstellern – etwa ein AVM FRITZ!Fon – anschließen. Bei der ersten Einrichtung wird das mitgelieferte Telekom Speedphone 10 völlig automatisch erkannt, weitere Telefone müssen über das Webinterface des Routers über die Adresse “speedport.ip” hinzugefügt werden. Modem für VDSL-Vectoring Der Telekom Speedport Neo hat ein integriertes Modem für den IP-Anschluss der Telekom. Das Gerät versteht sich auf alle gängigen DSL-Standards, von einfachem ADSL2+ bis hin zu VDSL-Vectoring. Die maximale Geschwindigkeit beträgt derzeit etwa 100 MBit/s im Downlink und 40 MBit/s im Uplink. Auf Wunsch ist auch die Nutzung mit einem anderen Anbieter möglich, dann müssen die Zugangsdaten für Internet und Telefonie aber natürlich separat im Webinterface eingetragen werden. Die Internetverbindung kann per Zeitschaltung für alle oder einzelne Geräte reglementiert werden. Möchte man seinem Kind zum Beispiel nur Montags und Donnerstags von 15-17 Uhr den Zugang zum Internet erlauben, so ist das problemlos möglich. WLAN-ac mit 867 MBit/s Das wichtigste in einem aktuellen DSL Router ist natürlich ein leistungsfähiges WLAN-Modul. Beim Speedport Neo ist WLAN 802.11 a/b/g/n/ac verbaut, die Antennen sind vollständig im Gehäuse integriert und daher nicht wechselbar. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 867 MBit/s (passendes Endgerät vorausgesetzt), wobei sowohl auf 2,4 GHz als auch auf 5 GHz gesendet wird. Die WLAN-Namen und Passwörter lassen sich für die zwei Frequenzbereiche separat vergeben, ein Gast-Netzwerk ist aber leider nicht möglich. Dafür unterstützt der Speedport Neo die “WLAN TO GO” Hotspot-Funktion der Telekom. Für viele Nutzer dürfte die Zeitschaltung für das WLAN-Modul interessant sein. Hier kann man beim Speedport Neo entweder für jeden Tag eine spezielle Uhrzeit definieren, zu der das WLAN eingeschaltet ist oder man vergibt für jeden Tag die gleiche Zeit. Auch besteht die Möglichkeit, noch angemeldete Geräte zum Ende des Zeitfensters automatisch zu trennen, sodass zum Beispiel die Geräte der Kinder nicht über das Zeitfenster hinaus aktiv bleiben. Die Sendeleistung des WLAN ist ebenfalls regelbar, hier kann man zwischen voller, mittlerer und niedrigerer Sendeleistung wählen. Powerline: Internet über das Stromnetz Erstmals kommt in einem Speedport Router der Telekom ein integriertes Powerline-Modul zum Einsatz. Damit ist der Router in der Lage, das vorhandene Stromnetz für eine Netzwerk-Verbindung zu benutzen und somit das Internet über die Stromleitungen freizugeben. Natürlich braucht man auch ein passendes Gegenstück, welches man dann in eine Steckdose seiner Wahl steckt. Leider wird dieser Powerline-Adapter nicht mitgeliefert, doch die Kosten halten sich in Grenzen: ein Adapter ist ab etwa 20 Euro zu haben, im 2er-Set gibt es die Adapter ab 30 Euro. Der Vorteil: es müssen keine Netzwerk-Kabel verlegt werden und die Geschwindigkeit ist insbesondere über längere Strecken deutlich höher als über WLAN. Die Einrichtung der Powerline-Verbindung mit dem Telekom Speedport Neo und einem devolo dlan Powerline-Adapter war im Test nicht ganz so einfach wie die Einrichtung des Routers selber. Zuerst muss man wissen, dass die Powerline-Funktion nicht von Beginn an aktiviert ist, sondern zuerst im Webinterface des Speedport Neo aktiviert werden muss. Daraufhin muss man per Schaltfläche ein Endgerät hinzufügen und gleichzeitig am entsprechenden Adapter den “Verbindungs-Knopf” drücken. Nach wenigen Augenblicken haben sich der Speedport Neo und der Adapter “gefunden” und die Verbindung steht. Der Telekom Speedport Neo kann über Powerline maximal 750 MBit/s erreichen, im Test mit einem VDSL 50 Anschluss gab es die volle Geschwindigkeit, obwohl eine andere Strom-Phase genutzt wurde und der Kabelweg rund 50 Meter lang war. Fazit Der Telekom Speedport Neo ist ein sehr guter VDSL Router! Das Produkt wirkt in jeder Hinsicht durchdacht, von der Verpackung über die Einrichtung bis hin zur Funktionalität. Die Geschwindigkeit über WLAN und Powerline ist sehr gut. Trotzdem wird der Speedport Neo für einige Nutzer nicht das richtige Gerät sein: lediglich ein RJ-45 LAN-Anschluss und der Verzicht auf Anschlüsse für analoge Telefone dürften für viele ein K.O.-Kriterium sein. Dazu kommt der fehlende USB-Anschluss für Drucker oder Speichermedien. Doch für mindestens ebenso viele Kunden wird der Speedport Neo genau das richtige Gerät sein: die einfache Einrichtung und Bedienung ist ein wichtiger Punkt und heutzutage werden die allermeisten Geräte eh drahtlos per WLAN angebunden. Wozu dann mehr als einen LAN-Anschluss, zumal ja Powerline integriert ist? Ab dem 16. Juni 2015 ist der Telekom Speedport Neo zu einer UVP von 179,99€ bei der Telekom und im Fachhandel erhältlich. Vielen Dank an die Deutsche Telekom für das zeitige Bereitstellen des Testgerätes. Die Firmware-Version des hier getesteten Gerätes lautet: 09012801.00.020.0. Ihr habt Fragen? Dann stellt sie gerne in den Kommentaren! 


Die Deutsche Telekom hat heute auf einem Presse-Event in Berlin aktuelle Informationen zu MagentaEINS bekanntgegeben. Bei MagentaEINS handelt es sich um ein Bündel-Angebot aus Festnetz- und Mobilfunk-Tarif. Seit dem Start im September 2014 nutzen bereits eine Million Kunden das Angebot, laut Telekom ein voller Erfolg. Ab sofort ist für MagentaEINS Kunden auch eine Europa-Flat buchbar, welche Telefonie, SMS und surfen in 32 Ländern zum Festpreis von 10 Euro pro Monat ermöglicht. EU-Flat für Festnetz und Mobilfunk Mit der neuen Tarif-Option will die Deutsche Telekom all diejenigen Nutzer ansprechen, die viel mit Menschen in ganz Europa kommunizieren oder öfter im europäischen Ausland unterwegs sind. Die Option ist zu allen MagentaZuhause bzw. MagentaMobil Tarifen buchbar und kostet monatlich 10€ Aufpreis, wobei eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten eingegangen wird. Die Inklusiv-Leistungen umfassen: Mobilfunk: kostenlose Gespräche in Mobilfunk und Festnetz der 32 EU-Länder sowie innerhalb dieser Länder nach Deutschland und in andere EU-Länder, kostenlose eingehende Gespräche Mobilfunk: kostenlose SMS in Mobilfunk-Netze der 32 EU-Länder Mobilfunk: Datenvolumen für das surfen im Inland gilt auch in den 32 EU-Ländern Festnetz: kostenlose Gespräche in Mobilfunk und Festnetz der 32 EU-Länder Lohnt nicht für jeden Die Leistungen der neuen MagentaEINS EU-Flat sind sicher attraktiv – aber nur, wenn man sie auch nutzt. Für die meisten Kunden wird die Option wohl eher nicht attraktiv sein, zum Beispiel wenn man sich nur wenige Tage pro Jahr im EU-Ausland aufhält oder nur selten mit anderen EU-Bürgern kommuniziert. So kann es zum Beispiel für einen Urlaub in Spanien durchaus attraktiver sein, ein separates Travel & Surf Daten-Paket mit kurzer Laufzeit zu buchen, wenn man lediglich per WhatsApp mit den Freunden schreiben möchte und vereinzelt Bilder versendet. Die pro Jahr 120€ teure MagentaEINS EU-Flat wäre in diesem Fall überdimensioniert.


Mittlerweile gibt es schon eine recht große Auswahl an Router-Modellen mit eingebautem LTE-Modem, die Bandbreite reicht von einfachen Geräten für unter 100 Euro bis hin zum teuren Hybrid-Router für knapp 400€. Seit einigen Tagen bietet nun auch der Hersteller Asus einen LTE-Router in Deutschland an, den Asus 4G N12 Router. Das Gerät bietet ein integriertes LTE-Multimode Modem, welches fast alle aktuellen Funk-Standards unterstützt, zusätzlich gibt es Schnittstellen für LAN, WAN und WLAN. Preislich ist das Gerät mit etwa 200 Euro im Mittelfeld angesiedelt. Ich habe mir den neuen Asus-Router für diesen Artikel mal etwas genauer angesehen! Lieferumfang und Design Der Asus 4G N12 Router wird zusammen mit einem Netzteil, einem kurzen RJ-45 LAN-Kabel und einer Schnellstart-Anleitung ausgeliefert. Außerdem gibt es zwei Adapter für die SIM-Karte, einmal von Nano- auf Mini-SIM und einmal von Micro- auf Mini-SIM. Der Router hat folglich einen Mini-SIM Schacht und daher sind die mitgelieferten Adapter auf jeden Fall lobenswert! Das Design ist klassisch, der in schwarz gehaltene Router hat auf der Front diverse LEDs zur Signalisierung der Funktionen und auf der Rückseite sind die verschiedenen Schnittstellen angeordnet. Die Signal-Stärke der Mobilfunk-Verbindung wird ebenfalls über LEDs auf der Front angezeigt. Die Antennen für das lokale WLAN-Netzwerk sind fest im Asus 4G N12 integriert, die Mobilfunk-Antennen sind außen am Gerät angebracht. Leider sind die Antennen laut Asus nicht wechselbar. Technik nur Mittelmaß Das Modem des Asus 4G N12 Router kann LTE der Kategorie 3 (bis 100 MBit/s im Downlink und 50 MBit/s im Uplink), zudem wird neben GSM samt EDGE auch UMTS mit HSPA+ (in Deutschland bis zu 21,6 MBit/s) unterstützt. Liest man diese Werte, so fühlt man sich ins Jahr 2011 zurück versetzt, denn LTE Cat3 und die fehlende Unterstützung für DC-HSPA+ sind alles andere als zeitgemäß, vor allem wenn man bedenkt, dass Asus rund 200 Euro für den Router verlangt. Zum Vergleich: Huawei bietet beim E5186 Router bereits LTE Cat6 mit bis zu 300 MBit/s an. Ähnliches gilt für die LAN-Schnittstellen und das WLAN-Modul. Asus setzt hier auf 4x Ethernet-LAN mit bis zu 100 MBit/s und ein WLAN 802.11 b/g/n Modul mit bis zu 300 MBit/s. Gigabit LAN und WLAN-ac wären beim aufgerufenen Preis angemessen gewesen, zumindest aber die Unterstützung für WLAN im Frequenzbereich um 5 GHz hätte dem Asus 4G N12 Router gut zu Gesicht gestanden. Der Asus 4G N12 Router ist ab sofort im gut sortierten Fachhandel oder in diversen Online-Shops erhältlich.


Das Samsung Galaxy S6 edge ist einzigartig: es bietet als erstes Smartphone auf dem Markt ein zu beiden Seiten hin gebogenes Display. Dazu kommt eine äußerst gute technische Ausstattung, welche ihresgleichen sucht. Kamera, Prozessor, Design und Haptik – bei fast allen wichtigen Themen spielt das neue Samsung Smartphone ganz weit oben mit. Da darf natürlich auch ein aktuelles LTE Cat6 Modem (bis 300 MBit/s) nicht fehlen. Ich habe das Samsung Galaxy S6 edge zwei Wochen lang ausführlich testen können und möchte in diesem Testbericht über meine Erfahrungen mit dem Gerät berichten. Ein großer Dank geht vorweg an die Deutsche Telekom, die mir das Smartphone freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat! Design und Materialien Das Samsung Galaxy S6 edge kommt in einer recht unspektakulären Verpackung mit dem Standard Smartphone-Zubehör daher, von dem lediglich das Netzteil einen genaueren Blick wert ist: dieses kann nicht nur mit 5V/2A laden, sondern unterstützt auch eine Schnell-Lade Funktion mit 9,6V/1,67A. Damit wird das Gerät tatsächlich schön flott aufgeladen und die Rest-Ladezeit wird in der Statusleiste signalisiert. Doch kommen wir zum Gerät selbst. Das Galaxy S6 edge würde man wohl erst nicht als Samsung Smartphone erkennen, wäre da nicht das große Samsung-Logo auf der Front. Da wo bei den vorigen Generationen wie etwa dem Galaxy S5 noch viel Plastik war, ist nun Glas und Metall. Das Galaxy S6 edge ist extrem hochwertig, es fühlt sich hervorragend an und durch das zu den Seiten hin gebogene Glas ist es meiner Meinung nach ein echter Handschmeichler! Leider hat das neue Design des Galaxy S6 edge auch zwei Nachteile: so kann man den Akku nicht mehr austauschen, wie es bei den vorherigen Generationen noch möglich war und außerdem ist keine Erweiterung des Speichers mittels Speicherkarte mehr möglich. Während der fest verbaute Akku mittlerweile weit verbreitet ist und durchaus mit der Bauform gerechtfertigt werden kann, ist das Fehlen des MicroSD-Schachts doch sehr ärgerlich, zumal Samsung bei den günstigeren Galaxy A Modellen mit Metall-Gehäuse einen solchen Schacht integriert hat. Gebogenes AMOLED Display Das Highlight des Samsung Galaxy S6 edge ist das Display. Es ist zu beiden Seiten hin leicht gebogen und wirkt dadurch sehr futuristisch. Die Auflösung beträgt 2560 x 1440 Pixel (QHD), in allen wichtigen Disziplinen wie Schärfe, Leuchtkraft und Farbtreue ist das Display das beste, was ich je in einem Smartphone gesehen habe. Doch die interessanten Fragen sind ja: “braucht” man das gebogene Display wirklich? Was sind die Vorteile und die Funktionen? Lohnen sich die 150 Euro Aufpreis zum “normalen” Galaxy S6? Nach zwei Wochen intensiver Nutzung kann ich sagen: mich hat das Display täglich aufs neue fasziniert. Es sind nicht die Funktionen (z.B. signalisiert das Gerät farblich über die “edge” den Anrufer, wenn das Gerät mit dem Display nach unten liegt). Es sind viel mehr die Haptik und die Optik, welche das gebogene Display ausmachen: der fehlende Rand gibt ein hervorragendes Gefühl beim Bedienen und es sieht wirklich toll aus. Insbesondere bei der Darstellung von Bildern ist es ein interessantes, neues Erlebnis. Ob das gebogene Display die 150 Euro Aufpreis wert ist, muss man selbst entscheiden, ich persönlich würde es wohl bezahlen! Hervorragende Kamera In diesem Testbericht werde ich nicht jede einzelne Funktion des Samsung Galaxy S6 edge vorstellen, aber die Kamera hat ein eigenes Kapitel verdient, denn sie ist definitiv eine der besten Smartphone-Kameras, welche man derzeit bekommen kann. In meinem Galaxy S6 edge war ein 16 Megapixel IMX240 Sensor von Sony verbaut, es soll aber auch Galaxy S6 mit Samsung Isocell-Sensoren geben. Insgesamt macht die Kamera sehr schöne Fotos. Bei Tageslicht kann man – je nach Motiv und Situation – tolle Unschärfe-Effekte erreichen, bei Dämmerung und einbrechender Dunkelheit ist die Kamera aber ebenfalls sehr gut und bietet erstaunlich gute Bilder. Die Auslösezeit ist top und um die Kamera zu starten reicht ein zweifacher Druck auf den Home-Button. Natürlich sind auch Videos möglich, 4K-Aufnahmen stellen für das Galaxy S6 edge kein Problem dar. Technik und Software Auf dem Samsung Galaxy S6 edge läuft Android in Version 5.0 Lollipop, ein Update auf Android 5.1 soll in Kürze kommen. Insgesamt wirkt das Betriebssystem deutlich aufgeräumter als bei früheren Samsung Geräten mit TouchWiz Oberfläche, aber die meisten der bekannten und geschätzten Funktionen wurden beibehalten. Durch den Samsung Exynos 7420 Octa-Core Prozessor ist das Betriebssystem sehr flott, der Energieverbrauch hält sich dennoch in Grenzen: der 2.600 mAh starke Akku hält auch bei intensiver Nutzung einen ganzen Tag. Der interne Speicher des Samsung Galaxy S6 edge ist wahlweise 32, 64 oder 128 Gigabyte groß, wobei pro Speicherstufe 100 Euro Aufpreis gezahlt werden müssen. Das ist viel Geld, doch eine Erweiterung ist ja leider nicht möglich, wie bereits weiter oben im Test erwähnt. Der Fingerabdruck-Sensor ist standardmäßig in jedem Galaxy S6 integriert und bietet im Normalfall eine sehr schnelle und zuverlässige Möglichkeit, das Gerät zu entsperren. Er steht dem Sensor im Apple iPhone in nichts nach. Wenn man viel im Garten oder auf dem Bau arbeitet, sollte man den Sensor aber besser nicht verwenden: schon sehr leichte Verschmutzungen, Beschädigungen oder feuchte Stellen an der Haut sorgen dafür, dass der Fingerabdruck nicht mehr erkannt wird. Schnelles LTE Cat6 Das Modem des Samsung Galaxy S6 edge beherrscht neben GSM samt EDGE und UMTS mit dem Datenbeschleuniger DC-HSPA+ (bis 42,2 MBit/s im Downlink) natürlich auch LTE. Wie schon beim Galaxy Alpha wird LTE der Kategorie 6 unterstützt, sodass via Carrier Aggregation bis zu 300 MBit/s im Downlink erreicht werden können. Dabei handelt es sich natürlich um Spitzen-Datenraten, die aktuell auch nur im Netz der Telekom Deutschland erreicht werden können – Vodafone Deutschland bietet derzeit nur bis zu 225 MBit/s und Telefónica Deutschland hat bisher noch gar kein LTE Cat6 gestartet. Fast 200 MBit/s im Zug heute in der Nähe der Kölnarena. Läuft! #Telekom #GalaxyS6edge pic.twitter.com/UMM3NaAoTH — Max (@nuemax) 4. Mai 2015 Im Praxis-Test überzeugte das Samsung Galaxy S6 edge mit einem sehr guten LTE-Empfang auf 800 MHz sowie einem wirklich guten WLAN-Empfang. Die Geschwindigkeit im LTE Netz der Deutschen Telekom lag bei bis zu 220 MBit/s im Downlink und 46 MBit/s im Uplink, oft waren aber auch “nur” zwischen 50 und 120 MBit/s möglich. Über WLAN waren dank AC-Standard bis zu 866 MBit/s möglich. Fazit: Samsung Galaxy S6 edge Das Samsung Galaxy S6 edge ist ein wahres Flaggschiff. Ich könnte noch viel mehr zu dem Gerät schreiben, doch ich denke, mit diesem Testbericht habe ich die (für mich) wichtigsten Erfahrungen zum Galaxy S6 edge zusammengefasst. Wenn ihr auf den Geschmack gekommen seid: ab 849 Euro geht es ohne Vertrag los, mit Vertrag gibt es das Gerät natürlich günstiger, zum Beispiel bei der Telekom mit passendem 300 MBit/s “LTE Max” Tarif. Die Highlights: das gebogene Display, die Kamera und die Materialien. Die Schwächen: der nicht wechselbare Akku, keine Speicher-Erweiterung, der sehr hohe Preis. Sofern ihr Fragen zum Samsung Galaxy S6 habt, stellt sie bitte in den Kommentaren :-)


Ein WLAN-Hotspot im Auto – diese Funktion ist bisher nur für einen saftigen Aufpreis bei Wagen der oberen Mittelklasse und Oberklasse erhältlich. Huawei möchte das mit dem neuen CarFi Hotspot für den 12V Zigarettenanzünder-Anschluss ändern und bietet eine Nachrüst-Lösung für nur rund 100 Euro an. Bis zu 150 MBit/s können die Nutzer über den Huawei CarFi Hotspot per LTE erreichen, natürlich wurde auch an ein Fallback auf 3G und 2G gedacht. Doch ist der CarFi WLAN-Router wirklich genau so gut wie die teuren Einbau-Lösungen der Premium-Hersteller? In diesem Test finden wir es heraus. Lieferumfang und Technik Der Huawei CarFi Hotspot wird auch unter der Modellnummer Huawei E8377 geführt und kommt in einer schicken Verpackung zum Käufer. Der Lieferumfang ist knapp bemessen, neben dem Hotspot selbst ist nur noch eine Schnellstart-Anleitung, ein Faltblatt mit Sicherheitshinweisen sowie ein Hinweis auf die Huawei HiLink App enthalten. Der Huawei CarFi Hotspot ist in matt schwarzem Plastik gehalten und die Front ist mit einer Carbon-Optik ausgestattet, welche in fast jedem Auto schick aussehen dürfte. Auf der Vorderseite befindet sich außerdem der Power-Knopf, welcher dank der darunter liegenden LED gleichzeitig als Indikator für die Empfangsstärke dient. Eine gelbe LED bedeutet schlechten UMTS/LTE Empfang, eine grüne LED signalisiert guten Empfang. Natürlich benötigt man für den Betrieb des Huawei CarFi eine SIM-Karte mit passendem Daten-Tarif. Die Karte muss im Micro-SIM Format vorliegen und wird unter der seitlichen Abdeckung in den CarFi Hotspot eingesteckt. Unter der Abdeckung findet man zudem einen Reset-Knopf sowie einen Anschluss für eine externe Antenne. Einen integrierten Akku gibt es leider nicht, sodass man den Huawei CarFi Router wirklich nur im Auto betreiben kann und nicht zwischendrin mit in ein Meeting oder an den Badesee mitnehmen kann. LTE mit bis zu 150 MBit/s Die maximale Geschwindigkeit im LTE-Netz beträgt 150 MBit/s über LTE Cat4, dabei werden laut Huawei die Frequenzbänder um 800/900/1800/2100/2600 MHz unterstützt. Sollte mal kein LTE zur Verfügung stehen, so kann man auch 3G (bis 42,2 Mbit/s) und 2G nutzen. Im Test funktionierte der Handover zwischen den verschiedenen Netz-Technologien während der Fahrt reibungslos. Der Empfang ist sowohl bei LTE als auch bei UMTS okay, aber nicht besser als bei den meisten Smartphones. Wer ein Empfangs-Wunder erwartet, wird vom Huawei CarFi enttäuscht sein oder sollte eventuell direkt gleich eine externe Antenne anschließen. Das WLAN-Modul arbeitet nach dem Standard 802.11 b/g/n, also auf dem Frequenzband um 2,4 GHz. Der Bereich um 5 GHz wird nicht unterstützt. Das Signal ist ausreichend stark, um auch größere Autos zuverlässig zu versorgen. Steuerung per App Nachdem man den Huawei CarFi Hotspot in einen freien Zigarettenanzünder-Anschluss gesteckt hat, muss er jedes Mal vor der Nutzung manuell angeschaltet werden. Vor der ersten Nutzung sollte man sich den WLAN-Schlüssel notieren oder abfotografieren, denn sobald das Gerät eingesteckt ist, kann man diesen nur schwer ablesen. Auch sollte man vorher die Huawei HiLink App zur Konfiguration auf sein Android bzw. iOS Gerät laden, denn damit geht die Einrichtung bzw. die Bedienung am einfachsten. Verbindungs-Parameter wie APN oder Einwahlnummern müssen nicht hinterlegt werden, der Huawei CarFi hat im Test die SIM-Karten von E-Plus, O2, Vodafone und Telekom automatisch erkannt und die Daten entsprechend hinterlegt. Lediglich der PIN-Code muss eingegeben werden, sofern aktiviert. Die Huawei HiLink App ermöglicht diverse Einstellungen, zum Beispiel kann man den Namen und das Passwort des WLAN-Netzwerks konfigurieren. Auch ein WLAN Gastnetzwerk mit separatem Namen und Passwort lässt sich einrichten, ideal für Gäste im Auto oder für Taxi-Fahrer. Verbindungs-Informationen wie Datenverbrauch, verbundene WLAN-Geräte und die Online-Zeit werden in der App anschaulich dargestellt. Auch die Firmware des Huawei CarFi kann sehr einfach online aktualisiert werden. Ein großer Nachteil der Huawei HiLink App: im Test mit Android Smartphones fiel das Programm durch extrem hohen Energieverbrauch auf, oft war es der stärkste Verbraucher noch vor dem Display. Hier sollte Huawei dringend mit einem Update für Abhilfe sorgen. Fazit: Gut, aber zwei große Nachteile Kann man nun bedenkenlos zum Huawei CarFi Hotspot greifen und sich damit einige hundert oder gar tausend Euro für den fest integrierten WLAN-Hotspot im Neuwagen sparen? Wohl eher nicht, denn der Huawei CarFi hat zwei große Nachteile: erstens muss das Gerät jedes Mal neu manuell angeschaltet werden, wenn man es nutzen möchte, ein Start über die Zündung war zumindest bei einem VW Golf VI, einem Ford Galaxy und einem Renault Scenic nicht möglich. Zweitens wird nur die interne Antenne im Hotspot genutzt, wohingegen Festeinbau-Lösungen stets die externe Auto-Antenne benutzen und dadurch natürlich deutlich bessere Empfangsbedingungen haben. Dennoch: der Huawei CarFi Hotspot ist als Nachrüst-Lösung auf jeden Fall empfehlenswert, denn alle versprochenen Funktionen werden gut erfüllt. Natürlich könnte man auch einen mobilen WLAN-Router mit Akku verwenden, der CarFi Hotspot ist aber deutlich bequemer.


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