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Auf maxwireless.de berichten wir über aktuelle Smartphones, Datengeräte und Netztechnik sowie Tarife. Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf den Themen Surfstick, Router und mobilen WLAN-Hotspots, immer öfter auch in Verbindung mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE. Aktuell arbeiten zwei Autoren für maxwireless.de.

Letzte Beiträge

O2 hat heute neue Mobilfunk-Tarife vorgestellt, welche ab dem 5. Oktober 2016 erhältlich sein werden. Die O2 Free Tarife sind in vier verschiedenen Ausführungen – S, M, L und XL – erhältlich und teilen allesamt die Besonderheit, dass nach Verbrauch des inkludierten Datenvolumens die Geschwindigkeit auf erträgliche 1 MBit/s im Downlink und Uplink gedrosselt wird. Bislang wurden die O2 All-In Smartphone Tarife auf 32 KBit/s gedrosselt. Was sich auf den ersten Blick toll anhört, hat allerdings auch einen kleinen Haken: während der Drosselung kann das LTE Netz nicht mehr genutzt werden, sodass man auf 3G angewiesen sein wird. O2 Free S, M, L und XL Die neuen O2 Tarife sind ab 24,99€ monatlich erhältlich und enthalten jeweils eine Sprach-Flatrate in alle Netze, eine SMS-Flatrate in alle Netze, eine EU-Roaming-Flat und optional eine kostenfreie Festnetz-Nummer. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate, ein Endgerät ist im Grundpreis nicht enthalten. Am günstigsten ist der Tarif O2 Free S, dieser enthält 1 GB Datenvolumen (ab Januar 2017: 200 MB). Der O2 Free M enthält 2 GB Volumen für 34,99€, der O2 Free L hat 4 GB Highspeed-Volumen für 44,99€ und der O2 Free XL kommt mit 8 GB für 54,99€. Im Tarif O2 Free L ist eine kostenfreie Multicard inklusive, im Tarif O2 Free XL sogar 2 Multicards. Die Multicards können zum Beispiel zum surfen in einem Tablet oder Notebook verwendet werden, oder in einem Zweit-Smartphone. Die oben erwähnte Besonderheit, dass nach Verbrauch des Datenvolumens auf eine Geschwindigkeit von 1 MBit/s gedrosselt wird, gilt für alle vier O2 Free Tarife. LTE Max. ab sofort auch bei O2 Nachdem die Telekom und auch Vodafone schon eine ganze Zeit die maximale LTE Geschwindigkeit in all ihren Mobilfunk-Tarifen ermöglichen („LTE Max.“), zieht Telefónica mit den O2 Free Tarifen nun nach. Als maximalen LTE Speed gibt das Unternehmen 225 MBit/s im Downlink und 50 MBit/s im Uplink an – dies entspricht LTE der Kategorie 6. Es ist das erste Mal, dass Telefónica LTE Cat6 mit 225 MBit/s bewirbt, bislang lag die Höchstgeschwindigkeit im O2 LTE Netz bei nur 50 MBit/s. Zum Vergleich: die Telekom bietet derzeit über LTE maximal 300 MBit/s (LTE Cat6), im Vodafone Netz sind theoretisch bis zu 375 MBit/s möglich (LTE Cat9).


Es gibt unzählige Bluetooth Headsets auf dem Markt, doch als vor einigen Monaten das Jabra Halo Smart vorgestellt wurde, habe ich mich schon auf einen Test gefreut. Das Halo Smart wird hauptsächlich als Business-Headset mit guter Sprachqualität und langer Akku-Laufzeit beworben, doch auch für Musik-Streaming soll es sehr gut geeignet sein. Die Besonderheit: es verfügt über einen Nackenbügel mit integriertem Vibrationsalarm. Das finde ich persönlich sehr interessant, denn so wird man – in der Theorie – sanft aber bestimmt auf Anrufe hingewiesen. Ob das in der Praxis auch funktioniert und wie mein Eindruck vom Jabra Halo Smart ist, erfahrt ihr in diesem Testbericht. Das Jabra Halo Smart besteht im Grunde nur aus dem Nackenbügel sowie aus zwei In-Ear Lautsprechern. Das Design ist also aufgeräumt und kompakt, lange Kabel gibt es nicht. Mir persönlich gefällt das sehr gut, denn lange Kabel haben an einem Bluetooth-Headset meiner Meinung nach nichts verloren. Ich hatte – wie auf den Fotos zu sehen ist – die Version mit schwarzem Kabel im Test, es gibt das Halo Smart aber auch mit rotem und mit blauem Kabel. Im Lieferumang findet man neben dem Headset noch ein kurzes USB zu MicroUSB Kabel zum Aufladen des Akkus und drei verschieden große Gummi-Stöpsel, falls die vormontierten Stöpsel nicht passen sollten. Schauen wir uns den Nackenbügel mal etwas genauer an, er ist das Herzstück des Jabra Halo Smart. Im Bügel integriert ist der Akku, welcher rund 17 Stunden Gesprächszeit und bis zu 15 Stunden Musik-Hören ermöglicht. Aufgeladen wird via MicroUSB Kabel, ein entsprechender Lade-Anschluss befindet sich unter einer Abdeckung im Bügel. Eine komplette Ladung des Akkus dauert etwa 2 Stunden. Es gibt auf beiden Seiten des Bügels mehrere Tasten, die allesamt gut „ertastet“ werden können, allerdings auch einen Tick zu schwergängig sind. Die Tasten sind grundsätzlich sehr intuitiv bedienbar, auch wenn sie teilweise mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen. So dient der mittlere Knopf zum Beispiel zum Annehmen und Beenden von Gesprächen, zum Starten und Pausieren von Musik und zum Ein- und Ausschalten des Headsets. Einen Separaten Knopf für Siri bzw. Google Now gibt es ebenfalls, sodass die komfortable Sprachbedienung des Smartphones gewährleistet ist. Bei Android-Smartphones kann man sich mittels Jabra App sogar eingehende Nachrichten vorlesen lassen. Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht anders aussieht: der Tragekomfort des Jabra Halo Smart ist hervorragend. Man kann das Headset problemlos stundenlang tragen, ohne es irgendwie unangenehm zu finden. Das Gewicht fällt nicht auf (mit 38 Gramm ist das Gerät aber auch sehr leicht), der Nackenbügel stört nicht und die Kopfhörer baumeln durch den Magnet-Mechanismus auch nicht wild durch die Gegend. Besonders interessant ist der im Nackenbügel integrierte Vibrationsmotor. Die Vibration ist angenehm und gar nicht so ungewohnt, wie man es sich im ersten Moment vielleicht vorstellt. Auf jeden Fall eine schöne Alternative zum klassischen Klingelton und wenn das Headset direkt am Nacken aufliegt, ist die Vibration auch stark genug spürbar. Positiv ist, dass der Vibrationsmotor sehr leise läuft. Auch wenn das Jabra Halo Smart vorrangig als Business-Headset beworben wird, die Sound-Qualität beim Abspielen von Musik ist durchweg gut. Ich würde sagen, die Kopfhörer sind recht basslastig ausgelegt, doch mir persönlich gefällt das sehr. Auch die Sprachqualität war im Test sehr gut. Negativ fielen leider die recht starken Windgeräusche auf, welche bei schneller Fahrt mit dem Fahrrad (> 20 km/h) entstanden. Das Jabra Halo Smart Headset hat eine Bluetoot 4.1 Schnittstelle, laut Jabra ermöglicht das eine Reichweite von bis zu 10 Metern. Leider habe ich die 10 Meter im Test nicht ansatzweise erreichen können, teilweise waren schon deutlich unter 1m Entfernung kurze Aussetzer hörbar. So habe ich das Headset beim Fahrrad-Fahren getragen, während mein Apple iPhone SE in der Hosentasche (samt dünnem Leder-Sleeve) war. Die Entfernung lag bei etwa 80 Zentimeter – trotzdem gab es gelegentlich Aussetzer. Dennoch: für die tägliche Nutzung ist die Reichweite wohl für die meisten ausreichend, auch wenn ich hier etwas mehr erwartet hätte. Fazit Insgesamt ist das Jabra Halo Smart ein sehr gutes Bluetooth Headset. Das Konzept mit dem Nackenbügel inkl. Vibrationsalarm gefällt mir sehr gut und macht im täglichen Einsatz eine gute Figur. Die Sound-Qualität kann überzeugen und die Akku-Laufzeit ist im Vergleich mit anderen Stereo Bluetooth Headsets sehr gut. Hervorzuheben ist auch die Jabra Smartphone App, welche weitere Funktionen wie etwa das Vorlesen von Nachrichten erlaubt. Negativ fielen lediglich die bei höherer Geschwindigkeit recht starken Windgeräusche sowie die etwas zu schwache Bluetooth-Sendeleistung auf, die stark von der Hersteller-Angabe abweicht. Mit einem Preis von rund 60 Euro bietet das Jabra Halo Smart auf jeden Fall ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.


Die Deutsche Telekom und der Netzwerk-Ausrüster Huawei haben in Berlin einen Test durchgeführt, bei dem Datenraten von bis zu 1,2 Gigabit pro Sekunde im LTE-Netz erreicht wurden. Die beiden Unternehmen haben für den Test fünf Frequenzbereiche gebündelt und zudem die 4×4 MIMO Antennen-Technik eingesetzt. Ähnliche Geschwindigkeiten wurden zwar zuvor auch schon unter Laborbedingungen erreicht, im Live-Netz waren solche Datenraten aber bislang noch nicht zu sehen.  MIMO und Carrier Aggregation Zusammen mit Huawei hat die Telekom eine herkömmliche Sende-Anlage mit entsprechend moderner Technik und Software umgerüstet, zudem wurde eine Kleinzelle hinzu genommen. Sowohl der Sender als auch das Empfangsgerät haben im Test die 4×4 MIMO Antennen-Technik unterstützt – bislang ist 2×2 MIMO die Standard-Konfiguration in den LTE Netzwerken. Auch wurden gleich 5 verschiedene Frequenzbereiche mittels Carrier Aggregation gebündelt, bislang werden bei der Telekom im Live-Betrieb nur zwei Frequenzbereiche gebündelt. Auf welchen Frequenzbändern der Test genau stattgefunden hat, teilte die Telekom jedoch nicht mit. Auch zu Art und Größe des verwendeten Endgerätes gibt es keine Angaben. Früherer Test mit 375 MBit/s Bereits vor einiger Zeit hat die Telekom in Berlin Triple Carrier Aggregation im Live-Betrieb gezeigt, also die Bündelung von drei Frequenzbereichen (800, 1800 und 2600 MHz). Bei diesem Test konnten mit 2×2 MIMO Antennen-Technik bis zu 375 MBit/s erreicht werden. Mittlerweile ist Triple Carrier Aggregation beim Konkurrenten Vodafone im Live-Netz verfügbar, die Telekom bietet trotz des erfolgreichen Tests weiterhin nur 300 MBit/s über die Bündelung von 1800 und 2600 MHz an.


Vodafone hat zum Marktstart des Apple iPhone 7 am vergangenen Freitag ein Update zur Verfügbarkeit von LTE Cat9 veröffentlicht. LTE Cat9 ermöglicht dank Triple Carrier Aggregation eine Geschwindigkeit von bis zu 375 MBit/s im Downlink und wurde von Vodafone im Sommer in Hannover gestartet. Mittlerweile sind laut dem Düsseldorfer Anbieter schon in 22 Städten Basisstationen für LTE Cat9 aufgerüstet worden, weitere Städte sollen folgen. Wie im Foto oben ersichtlich ist, unterstützen neben dem Samsung Galaxy S7 auch auch das Apple iPhone 7 und das Apple iPhone 7 Plus die neue Technik. Bis zu 375 MBit/s Möglich wird die Geschwindigkeit von bis zu 375 MBit/s durch die Kombination dreier Frequenzbereiche um 800, 1800 und 2600 Megahertz. Dadurch stehen 50 Megahertz an Funkspektrum für den Downstream zur Verfügung, sodass 150 + 150 + 75 MBit/s zu insgesamt 375 MBit/s kombiniert werden können. Dies entspricht LTE der Kategorie 9, kurz LTE Cat9. Vodafone beschreibt die Technik auch als 4.5G, also als Weiterentwicklung von LTE, was neben LTE-Advanced ein durchaus gebräuchlicher Name ist. Große und kleine Städte mit LTE Cat9 Neben großen Städten wie Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main und Düsseldorf ist LTE Cat9 bei Vodafone auch in kleineren Städten wie Moers, Bochum, Erfurt und Herne verfügbar. Zum iPhone 7 Launch am 16. September 2016 waren insgesamt 22 Städte entsprechend ausgerüstet, bis zum Jahresende sollen es dann schon 30 Städte sein, darunter zum Beispiel München und Stuttgart. Vodafone betont, dass der Ausbau zunächst in den Innenstädten beginnt, eine Flächendeckende Verfügbarkeit von LTE mit bis zu 375 MBit/s darf man also auf absehbare Zeit nicht erwarten.


Zur IFA 2016 hat die Telekom den neuen Speedport Smart VDSL Router vorgestellt. Erhältlich war der Nachfolger des Speedport W724V sogar schon einige Tage vorher, sodass auch ich mein Testgerät frühzeitig erwerben und den Speedport Smart in den letzten Wochen ausführlich testen konnte. Um was handelt es sich bei dem Gerät genau? Im Grunde ist der Speedport Smart der neue „Standard Router“ der Telekom für die nächsten paar Jahre, damit löst er den Speedport W724V ab. Technisch gesehen ist das Gerät sehr aktuell, preislich gesehen mit rund 130 Euro zudem äußerst attraktiv. In diesem Testbericht lest ihr, ob der Speedport Smart auch in der Praxis überzeugen kann. Lieferumfang und Design Schon bei der Verpackung des Telekom Speedport Smart merkt man, dass sich die Produktentwickler Gedanken gemacht haben. Die zur Verfügung stehenden Flächen wurden gut genutzt, es gibt erste Hinweise zur Inbetriebnahme. Eine ausführliche gedruckte und bebilderte Bedienungsanleitung hilft bei Anschluss und Einrichtung. Im Lieferumfang befindet sich neben dem Speedport Smart und der Anleitung noch ein Netzteil. Das Kabel des Netzteils ist 1,5m lang und nicht nur schön flexibel, sondern auch ungewöhnlich dick. Dadurch wirkt es äußerst stabil und langlebig! Weiterhin findet man im Lieferumfang ein 1,5m langes LAN-Kabel, ein 1,5m langes LINK-Kabel für ein optionales externes Glasfaser-Modem und ein 4,25m langes DSL-Anschlusskabel. Außerdem dabei: eine Wandhalterung, welche mit zwei Schrauben an der Wand angebracht werden kann. Der Standfuß des Speedport Smart wird dann ganz einfach in die Halterung hinein geschoben – clever und wirklich einfach gelöst. Erinnert übrigens stark an die Wandmontage der AVM FRITZ!Box 7580, dort geht man gleichermaßen vor. Beim Design gibt es wenig neues – der Speedport Smart sieht anderen aktuellen Speedport-Modellen wie etwa dem Speedport Hybrid zum verwechseln ähnlich. Das Gehäuse ist komplett in matt weißem Plastik gehalten und läuft zu den Seiten hin Spitz zu, nach oben hin gibt es Lüftungsgitter. Der Standfuß ist fest am Gehäuse angebracht und sorgt für einen sicheren Stand. Auf der Front gibt es neben einigen LEDs zur Status-Anzeige auch drei Tasten für WLAN, WPS und DECT. Außerdem ist hier die NFC-Schnittstelle angebracht, doch dazu mehr im WLAN-Kapitel weiter unten. Alle Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite des Speedport Smart. Modem und Anschlüsse Das Modem im Telekom Speedport Smart Router unterstützt alle gängigen DSL-Standards bis hin zu VDSL-Vectoring, welches ja derzeit in diversen Gebieten von der Telekom ausgebaut wird. Je nach Tarif und Technik kann man bis zu 100 MBit/s im Downlink und bis zu 40 MBit/s im Uplink erwarten. Im Test standen leider „nur“ VDSL Anschlüsse mit 50 MBit/s zur Verfügung, doch auch hier zeigte das Modem eine gute Leistung ohne Einbrüche. Der Speedport Smart ist übrigens grundsätzlich auch für den Einsatz an einem externen Glasfaser-Modem geeignet, wenn man das Modem mit dem mitgelieferten blauen LAN-Kabel am LINK-Anschluss des Speedport Smart anschließt. Anschlüsse findet man am Speedport Smart übrigens in ausreichender Anzahl, nachdem sich die Telekom mit dem Speedport Neo vor einem Jahr ja schon mal an einen Router fast gänzlich ohne Anschlüsse gewagt hatte. Auf der Rückseite gibt es vier RJ45 Gigabit LAN Schnittstellen, einen USB 2.0 Port und zwei TAE-Ports für analoge Telefone. Hinzu kommen der oben erwähnte LINK Anschluss für ein optionales externes Modem und natürlich der Anschluss für das Telefonkabel. Auch die Stromversorgung wird an der Rückseite des Speedport Smart eingestöpselt. Zu guter letzt findet man eine Reset-Taste und einen Neustart-Knopf. Alle Anschlüsse und Tasten sind gut erreichbar und wirken gut verarbeitet. Der USB Anschluss lieferte übrigens mit einer externen USB Festplatte eine Geschwindigkeit von durchschnittlich 33,5 MB/s beim Lesen und 23,5 MB/s beim Schreiben. Das ist nicht sonderlich schnell, reicht aber für den gelegentlichen Betrieb als Netzwerk-Speicher locker aus und auch hochauflösende Filme können so völlig problemlos im Heimnetzwerk gestreamt werden. WLAN und DECT Der Telekom Speedport Smart bietet neben den zwei Anschlüssen für analoge Telefone auch eine integrierte DECT Schnittstelle für den Anschluss drahtloser Telefone. Im Test mit einem Telekom Speedphone 10 klappte die Einrichtung der DECT Funktion sehr schnell und zuverlässig, die Sprachqualität am Speedphone war gut und die DECT Reichweite absolut in Ordnung. Die größte Änderung im Vergleich zum Vorgänger-Modell Speedport W724V gibt es beim WLAN. Der Speedport Smart kann theoretisch Geschwindigkeiten von bis zu 2.533 MBit/s erreichen, also rund 2,5 Gigabit/s. Im 5 GHz Bereich sind das bis zu 1.533 MBit/s, wenn ein Endgerät mit 4×4 MIMO Antennen-Technik genutzt wird. Mein MacBook hat allerdings „nur“ 3×3 MIMO Technik und erreichte daher maximal 1,3 Gigabit/s. Kurzum: das WLAN ist – zumindest im Nahbereich – sehr schnell und eine deutliche Verbesserung zum Vorgänger. Die WLAN Reichweite hat mir im Test gut gefallen. Auch durch mehrere Wände hindurch und bei etwa 15m Entfernung konnte man noch zügig surfen. Auf ausführliche Speed-Tests habe ich dieses Mal verzichtet, da die Gegebenheiten bei jedem Nutzer leicht anders sind. Daher nur meine Einschätzung: der Speedport Smart hat eine etwas überdurchschnittliche Reichweite im Vergleich zu vielen anderen WLAN-Router Modellen. Im Webinterface gibt es übrigens eine ganze Reihe von Einstellungsmöglichkeiten zum WLAN. So kann man zum Beispiel eine Zeitschaltung aktivieren oder ein Gast-Netzwerk aufmachen. Auch gibt es nun die Funktion, dass das WLAN erst deaktiviert wird, wenn das letzte Gerät die Verbindung zum WLAN trennt. Eine besonders interessante Funktion ist übrigens die NFC-Schnittstelle. Mit einem NFC-Fähigen Android-Smartphone kann man sich darüber extrem schnell mit dem WLAN des Speedport Smart verbinden, ohne umständlich das Passwort eingeben zu müssen. Einfach das Gerät kurz an die Front halten und bestätigen – fertig. Eine App ist nicht nötig. Mit dem iPhone geht es übrigens bislang nicht, da Apple die NFC Schnittstelle nicht freigegeben hat. Knackpunkt: Software Ein Kritikpunkt an den Speedport-Modellen der Telekom war schon immer die Software. Sie galt zwar als einfach bedienbar, lieferte aber nur wenig Informationen zur DSL-Verbindung und zu angeschlossenen Geräten und hatte insgesamt wenig Funktionen. Beim Speedport Smart ist das leider nicht anders. Die Einrichtung ist zwar recht einfach und leicht verständlich und auch sonst werden die meisten Nutzer gut mit der Oberfläche zurecht kommen, wenn sie sie denn jemals zu Gesicht bekommen sollten. Doch wirklich umfangreich sind die Einstellungsmöglichkeiten nur an wenigen Stellen. Der Router-Hersteller AVM zeigt dagegen schon seit vielen Jahren, dass sich eine einfache Bedienung und ein großer Funktionsumfang nicht ausschließen. AVM setzt dabei auch auf eine optional erweiterte Ansicht mit mehr Funktionen, dies hat die Telekom beim Speedport Smart nun auch integriert. Der sogenannte Experten-Modus kann bei Bedarf im Webinterface aktiviert werden. Dann kann auf mehr Einstellungen zugegriffen werden als im normalen Modus, doch vielen Nutzern dürfte auch das nicht reichen – ein echter Fortschritt im Vergleich zu früheren Modellen ist es jedenfalls nicht. Gänzlich unverständlich ist, warum das Design der Software nicht dem aktuellen Standard entspricht. So setzt die Telekom auf ein statisches Webinterface, welches auf fast jedem Bildschirm schlecht aussieht, weil es sich nicht an Auflösung und Displaygröße anpasst. Auf meinem 25 Zoll Desktop-Monitor war die Darstellung viel zu klein und der meiste Platz wurde verschwendet, auf meinem Smartphone dagegen musste ich ständig scrollen und zoomen. Zeitgemäß wäre ein sogenanntes „Responsive Design“, wie es seit einigen Jahren fast jede Webseite bietet und auch andere Router-Hersteller schon implementiert haben. Womöglich wird dieses ja irgendwann noch über ein Update nachgereicht. Smart Home: kommt später Warum heißt der Speedport Smart eigentlich „Smart“ und ist nicht mehr mit einer jahrelang bewährten W7xxV Modellnummer ausgestattet? Telekom Speedport W730V oder so würde sich immerhin anbieten. Doch die Telekom pusht aktuell ganz massiv ihr Smart-Home Angebot und in diesem Ökosystem soll der Speedport Smart künftig mitspielen können, daher wohl der Name. Derzeit ist von den Smart-Home Funktionen im Speedport Smart noch nichts zu sehen, doch laut Telekom soll voraussichtlich Anfang 2017 ein Firmware-Update erscheinen, welches dann erste Funktionen nachrüstet. Mittels USB-Dongle sind dann auch weitere Funkstandards neben dem bereits integrierten DECT ULE möglich. Man darf gespannt sein! Speedport Smart: Empfehlenswert! Der Telekom Speedport Smart hinterließ im Dauertest an verschiedenen VDSL Anschlüssen insgesamt einen sehr guten Eindruck. Die Leistung des Modems war sehr gut, die WLAN Verbindung war sehr schnell und die WLAN Reichweite gut. Man merkt schon beim Auspacken, dass sich die Produkt-Entwickler der Telekom viele Gedanken gemacht haben, denn die Einrichtung ist wirklich einfach und Kabel sind farbig auf die Anschlüsse abgestimmt. Auch die Software ist grundsätzlich sehr einfach zu bedienen, auch wenn eine Smartphone- und Tablet-Ansicht eigentlich Pflicht gewesen wären und dringend per Update nachgeliefert gehören. Ich kann den Speedport Smart für den normalen Nutzer daher nur wärmsten empfehlen, zumal der Preis von rund 130 Euro wirklich äußerst attraktiv für die gebotene Leistung ist. Hier könnte das Fazit jetzt zu Ende sein, doch eine kleine Einschränkung soll nicht unerwähnt bleiben: die Software ist beim Telekom Speedport Smart ein echter Knackpunkt. Für den normalen Nutzer ist alles prima, aber ambitionierte Anwender, Bastler, Technik-Liebhaber und alle, die einfach etwas mehr Infos und Funktionen erwarten, werden mit dem Speedport Smart wohl einfach nicht glücklich werden. Hier führt weiterhin kein Weg an einer AVM FRITZ!Box vorbei, echte Profis setzen womöglich sogar auf ein externes Modem und einen separaten WLAN Router. So geht es übrigens auch mir: technisch gesehen würde mir der Speedport Smart absolut ausreichen, doch bei mir bleibt auf Grund der Software weiterhin eine AVM FRITZ!Box 7490 im Einsatz, perspektivisch steht ein Wechsel auf die neue FRITZ!Box 7580 an. Letztere kostet mit rund 280 Euro übrigens mehr als doppelt so viel wie der Telekom Speedport Smart, obwohl die Technik weitestgehend identisch ist.


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